Feeds:
Posts
Comments

Posts Tagged ‘Corinna Ponto’

[tweetmeme source”marcsmedia” only_single=false http://www.URL.com%5D

Corinna Ponto, Tochter des am 30. Juli 1977 von der RAF ermordeten Vorstandsvorsitzenden der Dresdner Bank Jürgen Ponto , ist nach Michael Buback die zweite Opferangehörige, die die Dinge beim Namen nennt: Die RAF muss endlich auf eine eventuelle Durchdringung und Steuerung durch Geheimdienste hin untersucht werden. Die Gründe dafür hat sie in einem ganzseitigen Artikel in der FAS vom 23. Mai  (siehe Bericht hier) eindrucksvoll dargelegt. Sie ist nicht die einzige Stimme, die das fodert. Die Berliner Journalistin Regine Igel tut das seit langem und bezieht sich dabei auf ihre Recherchen zum Terrorismus in Italien. Über ihren Wikipedia Eintrag kommt ihr zum Artikel “Linksterrorismus fremdgesteuert” und zu einem Interview, das sie zum Fall Verena Becker gegeben hat. Sehr interessant. Und auch die Täter von damals  sind inzwischen der Überzeugung  dass sie “an Fäden hingen, deren Enden sie gar nicht sahen” (Corinna Ponto).  Siehe dazu unser Interview mit Bommi Baumann.

Warum gibt es keine Resonanz auf Frau Pontos Artikel? Was ist los mit unseren Medien? Oder bin ich zu ungeduldig?

Advertisements

Read Full Post »

Und weil es so gut zur Sendung von Markus Lanz am 19.05 2010 und dem Artikel von Corinna Ponto in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung von gestern (23. Mai 2010) passt, hier das Interview, das wir mit Michael “Bommi” Baumann, Ex-Mitglied der Bewegung 2. Juni, geführt haben:

Read Full Post »

Mein ursprünglicher Plan war,  den Komplex Gladio- Geheimdienste-Oktoberfest-Attentat-RAF nach und nach abzuarbeiten, eins nach dem anderen, mit viel System. Doch aus gegebenem Anlass sag ich: Scheiß aufs System! Ich habe nämlich sehr den Eindruck, dass gerade der lange überfällige Perspektivwechsel eingeleitet wird: Das hat begonnen mit dem bemerkenswerten Schulterschluss von Stefan Aust mit Michael Buback in der Talkshow von Markus Lanz am vergangenen Mittwoch und wurde durch den Artikel “Es war ein System, kein Komplex” von Corinna Ponto, erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 23.Mai, noch weiter zugespitzt. Tatsächlich scheint sich langsam, unendlich langsam (18 Jahre! nach dem Erscheinen des “RAF-Phantoms”) der Gedanke durchzusetzen, dass man nicht über die RAF reden kann, ohne über Geheimdienste zu reden.

Hier ein paar Auszüge aus dem Artikel von Corinna Ponto:

Bei der Aufarbeitung der NS-Zeit war die Kernfrage über Jahrzehnte: Was wussten die Deutschen? Bei der  RAF-Aufarbeitung schien es irgendwie darum zu gehen: Was sollen die Deutschen nicht wissen?

Die Aktionen der RAF hatten System und dahinter stand ein System. Das ist und wäre der gültige Kern und Ausgangssatz. Das ist die Formel. Dieses System richtete den Angriff auf das System des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates mit dem Mittel der Vernichtung einzelner ausgesuchter Vertreter dieses Systems. Und das System, das dahinter stand, waren Finanziers und Vertreter und Auftraggeber, deren lange Arme wir exakt, auch nach nun bald vierzig Jahren, noch nicht kennen.

Ich befinde mich in einem düsteren , unheimlichen Geflecht, welches eindeutig durchwoben ist von Kletterknoten einer Geheimdienstgeschichte, bei der mir angst und bange wird. Und übel.

Es ist eben nicht nur, wie bisher so oft beschrieben, ein reiner Generationenroman, es ist mindestens gleichwertig auch ein Geheimdienstroman.

Politisch gesehen gab es in dieser Zeit zwei Machtblöcke (den kommunistischen Osten und den atlantisch verbündeten Westen), deren Verhältnis zueinander bestimmt war von einem Macht- und Wirtschaftskrieg der gesellschaftlichen Systeme, flankiert vom unterschwelligen Kampf der verschiedenen politischen Geheimdienste.  Im Grunde beginnt hier die Zeitrechnung der asymmetrischen Kriegsform.

Es handelt sich nicht um einen deutschen Baader-Meinhof-Komplex. Es handelt sich um ein System, um einen international vernetzten Ost-West-Komplex, mit professionell geschulten und fachmännisch eingesetzten Doppelgesichtern.

Corinna Ponto ist die Tochter Jürgen Pontos. Im Frühjahr 2011 wird sie gemeinsam mit Julia Albrecht, der Schwester von Susanne Albrecht, im Verlag Kiepenheuer und Witsch ein Buch veröffentlichen. Darauf darf man gespannt sein.

Read Full Post »