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Posts Tagged ‘ZEIT’

Seit Henning Sußebach im mittlerweile legendären Bionade Bierdermeier ZEIT Artikel vom November 2007 über die Prenzlauer Berger (Porno-Schwaben, Spießer, fiese Menschen-die-kein-gespritztes-Obst-vom netten-Türken-kaufen-wollen, etc.) hergefallen ist, hat sich der Eindruck etabliert, dass der Prenzlauer Berg Berlins Problembezirk Nr.1 ist: Mütter, die sich um das Wohl ihrer Kinder kümmern und ihnen Biobrei einflößen – furchtbar! Familien, die aus irgendwelchen finsteren Gründen genug Geld haben, um sich Eigentumswohnungen zu kaufen – ekelhaft. Menschen, die Wert auf ihre Ernährung legen – bäh! Und die von Natur aus selbstkritischen Prenzlauer Berger stimmen fröhlich und masochistisch mit ein – ja es ist schon schlimm: das wirkliche, echte, kernige und viel ehrlichere Leben tobt an uns vorbei. Mit Neid schielt man nach Neukölln, wo sich zum Beispiel der Schockwellenreiter mit den wirklich ehrlichen Dingen auseinandersetzen darf. Was, wenn das Hauptproblem des Prenzlauer Bergs die Dichte der hier lebenden Medienmenschen ist, die sich gerne mit sich selbst beschäftigen und versuchen, die Ergebnisse der Selbstexpertise griffig zu formulieren. Schau mer mal, womit sich Henning Sußebach journalistisch sonst noch auseinandersetzt: In “Das Tollste und seine Tücken” damit , wie er sich als Papa so fühlt, und in “Bringt Puschen mit” schreibt er über die Grundschule seiner Tochter. Was, wenn Herr Sußebach einfach Blech geredet hat und wir alle selbstverliebt genug sind, um mit Verve darauf einzusteigen und im Ernst zu glauben, dass wir im Prenzlauer Berg wirklich wichtige Probleme haben. Das Problem im Prenzlauer Berg ist, dass wir hier alle ein bisschen Sußebach sind. Es gibt sogar Menschen, die ein ganzes Blog auf diesem Problem aufbauen -:) (siehe About und posts: Die Schwaben, Do we need new class hatred? Identity Problems und We want more farmers) Die Lösung für den Problembezirk Prenzlauer Berg heißt: einfach mal über den Tellerrand schauen.

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Es ist faszinierend zu sehen, dass immer wieder wissenschaftliche Studien in Auftrag gegeben werden, deren Ergebnisse eindeutig sind, die aber trotzdem auf die eine oder auch auf die entgegengesetzte Weise interpretierbar sind. So bei der Untersuchung zur sechsjährigen Grundschule in Berlin (siehe ZEIT Artikel hier).

Da ist es beruhigend, wenn es hin und wieder Studien gibt, deren Ergebnis keinerlei Interpretationsspielraum lassen. In diesem Fall lautete die Ausgangsfrage: Stimmt das alte Sprichwort BÖSE MENSCHEN HABEN KEINEN FLIEDER? Ja oder Nein. Das Ergebnis ist eindeutig. Bei Stichproben unter bösen Menschen beliebigen Alters und beiderlei Geschlechts wurde nicht einer (!) angetroffen, der im Besitz von Flieder war (siehe Fotos unten).

DieBlumen auf dem Tisch hinter dem bösen Mann im roten Pulli sind KEIN FLIEDER!!!

Böse Menschen wissen wahrscheinlich nicht einmal wie Flieder aussieht. So nämlich:


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